Projektbeschreibung
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Worum geht es in diesem Projekt?

Um auch Gastlokomotiven (z.B. wertvolle Dampflokomotiven) unterbringen zu können, die auf der Böhmetal-Kleinbahn verkehren ist ein verschließbarer Unterstand notwendig.

Was bewegt das Projekt in der Region?

Die Böhmetal-Kleinbahn stellt eine Kleinbahn der 50er Jahre in der kleinsten in Deutschland jemals gebräuchlichen Spurweite von 600 mm dar. Bekannter sind die Feldbahnen, die in Ziegeleien, beim Autobahn- und Flughafenbau und heute noch im Torfabbau auf dieser Spurweite im Einsatz sind. Die öffentlichen Kleinbahnen waren in den Jahren 1894 bis 1900 in Mecklenburg-Vorpommern und dem Posener Raum entstanden. In Westdeutschland gab es die Kleibahn Kirchlengern - Wallücke und die Wasgauwaldbahn. Auch zwischen Walsrode und Verden plante man um die Jahrhundertwende eine Schmalspurbahn - allerdings in 750 mm Spurweite. Zu damaliger Zeit waren Loks und Waggons beider Spurweiten kaum zu unterscheiden. Erst die Entstehung der Kalischächte in Klein und Groß Häuslingen führten schließlich zum Bau der Strecke im Jahre 1910 in der Regelspur.
Uns ist es gelungen, typische Kleinbahnfahrzeuge zu beschaffen und z.T. schon betriebsbereit vorzuhalten. Dazu gehören zwei typische Lokomotiven der Firma Deutz, die sowohl bei Schmalspurbahnen, wie der Spiekerooger und Langeooger Inselbahnen als auch im schweren Feldbahnbetrieb beim Kieswerk Segrahner Berg in Schleswig-Holstein eingesetzt wurden. Bei Kleinbahnen war es üblich, mindestens zwei Loks des gleichen Typs als Erstausstattung zu beschaffen. Unsere beiden Loks setzen die Tradition von Namensgebung für Lokomotiven fort: Eine heißt "Erika" und entstammt der Feldbahn "Wilde Erika" in Wörme bei Handeloh (1998 bis 2002 dort im Einsatz) und "Willem" nach einem nicht verwirklichten Projekt in Zorge/Südharz benannt. Die Loks wurden nach dem Nummernschema der Deutschen Reichsbahn eingereiht, bei der auf 600 mm nachweislich eine im öffentlichen Verkehr im Einsatz stand.
Der geschlossene Waggon entstammt der Zniner Kleinbahn (heute Polen) und wurde 1894 bei Düwag in Düsseldorf gefertigt. Die offenen Hochbordwaggons waren der Abschluß der Entwicklung der Kleinbahnen auf 600 mm in Polen und sind 1954 entstanden. Bis 1994 waren sie dort im Rüben- und Kohletransport eingesetzt.
Die Böhmetal-Kleinbahn führt durch eine für diese Bahnen typische Landschaft. Bei den Bahnhofs- und Streckengebäuden haben wir auf historischen Bezug geachtet. In Hollige ist der Original-Wellblechbahnhof als einziger in Niedersachsen erhalten geblieben. Altenboitzen Dorf (diese Station wurde von der Dorfgemeinschaft Altenboitzen schon als Draisinenzustiegstation errichtet) hat eine typisch preußische Wellblechbude als Bahnhofsgebäude erhalten und in Altenboitzen Bahnhof haben wir versucht, das leider abgerissene Original-Wellblechgebäude durch ein kleineres, ähnliches zu ersetzen. Der künftige Haltepunkt Klein Eilstorf wird eine Wellblechhütte als Telefonhäuschen erhalten.
Das gesamte Projekt der Böhmetal-Kleinbahn soll den Betrieb auf einer Kleinbahn der 50er Jahre authentisch darstellen. Im Bahnhof Hollige sollen künftig auch Produkte aus der Region von den Landwirten der Region für die Gäste angeboten werden.

Warum sollte dieses Projekt unterstützt werden?

Das Projekt wird von ehrenamtlichen Helfern getragen, die in ihrer Freizeit unentgeltlich sowohl historisch wertvolle Fahrzeuge pflegen und aufarbeiten, die Strecke in Betrieb halten und auch den Fahrdienst durchführen. Für Jugendliche ab 10 Jahren wird als Einstieg eine Amateurschaffnerausbildung angeboten, um sie an den historischen Betrieb heranzuführen. Die Regeln im Feldbahnbetrieb helfen ihnen bei der späteren Lehre oder Ausbildung.
Seit einem Jahr arbeiten wir in Hollige insbesondere in der Gartenpflege mit Behinderteneinrichtungen zusammen, um z.T. Schwerstbehinderten eine sinnvolle Tätigkeit zu ermöglichen und mit uns gemeinsam Zeit zu verbringen.
Die Pflege, Unterhalten und der Aufbau haben sehr viele finanzielle Mittel aufgebraucht, so daß wir bei der Fortführung unserer Arbeit auf Spenden angewiesen sind. Die reinen Fahrgeldeinnahmen reichen gerade, um den laufenden Betrieb zu finanzieren. Der Einsatz einer Dampflokomotive (wir haben zwei von Privat zur Anmietung angeboten bekommen) würde die Attraktivität der Böhmetal-Kleinbahn erheblich erhöhen und nicht nur den Bekanntheitsgrad erweitern sondern auch die Fahrgeldeinnahmen wesentlich steigern.

Wie wird das Projekt umgesetzt?

Der Lokunterstand soll in Altenboitzen Bahnhof entstehen. Dazu muß von einem Architekten ein Bauantrag gestellt werden. Von den Spendengeldern werden nicht nur die Architektenkosten sondern auch die Materialien beschafft. Der Aufbau wird größtenteils als Eigenleistung erbracht werden. Um das Gebäude an das Projekt anzupassen, sollen handbehauene Balken und ehemalige Tore und Fenster des alten Lokschuppen der VWE in Walsrode eingebaut werden.
Sofern das Spendenziel nicht erreicht wird, werden wir das Projekt strecken und die finanziellen Mittel selber durch Fahrgeldeinnahmen aufbringen müssen. Wird das Spendenziel übertroffen, werden wir in Absprache mit den betroffenen Spendern die überschüssigen Gelder anderen Projekten zuführen.

Wer steht hinter diesem Projekt?

Die Böhmetalbahn gUG (Haftungsbeschränkt) ist von dem Geschäftsführer der Kleinbahn Betriebsgesellschaft gGmbH (KLBG 1997 gegründet) und zwei weiteren Gesellschaftern gegründet worden. Sie hat die Strecke Hollige - Böhme von der Verden-Walsroder-Eisenbahn GmbH gekauft und den Bauantrag für die Teilstrecken gestellt. Die KLBG hatte vor dem Erwerb bereits eine Bauvoranfrage positiv beschieden bekommen. Ein Gutachten über das Projekt wurde von der TU Brandenburg erstellt. Für die Umstellung der Lokomotivmotoren auf Abfallöle aus der Gastronomie liegt ebenfalls ein Gutachten vor.
Vom Geschäftsführer beider Gesellschaften wurde 1967 das erste Feldbahnmuseum in Deutschland in Holm-Seppensen an der Heidebahn gegründet. 1974 ist das Museum nach Deinste bei Stade umgezogen und erfreut sich dort weiterhin großer Beliebtheit. Seit 1967 sind inzwischen über 50 Feldbahnmuseen in Deutschland entstanden. Meist beschränkt sich der Fahrbetrieb auf 1,2 km. Neben der Strecke Wächtersbach - Bad Orb, die ebenfalls auf 600 mm umgespurt worden ist und auf 7 km an jedem Sonntag zwei Zugpaare anbietet, ist die Böhmetal-Kleinbahn die zweite Strecke in Deutschland, die von Normal- auf Schmalspur umgebaut wurde. Sie ist allerdings die erste, die mehrere Dörfer miteinander verbindet und die Chance hat, in eine Stadt (Walsrode) verlängert zu werden. Der Mischbetrieb Draisinen und Kleinbahn ist in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal.

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Wir erwarten noch im Januar die Baugenehmigung und dann geht es los!

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Vielen Dank für die Unterstützung! Der Bauantrag ist gestellt und auch von Leader+ sind Mittel für den Bau zur Verfügung gestellt. Sobald der Bauantrag genehmigt ist, wird mit dem Bau begonnen!

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boehmetal-kleinbahn am 19.10.2017

Herzlichen Dank für die Spenden! Ohne diese Unterstützung hätten wir die kleine französische Dampflok mit dem Namen der griechischen Göttin des Ackerbaues "Dimitrias" (Demeter), die einst mehr

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Dieses Projekt endet am 11.06.2016 um 23:59 Uhr.
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